Richtfest Gemeindezentrum Thale St. Petri

02. Aug 2019

Am 2. August 2019 wurde eingeladen zum Richtfest für den Neubau an der St.Petri-Kirche in Thale. Handwerker, Mitarbeitende, Vertreter von Kirchenkreis und Stadt und Gemeindeglieder kamen um sich über den Stand des Baufortschritts zu informieren.


Als im Jahr 2014 klar wurde, dass die kleine Kirchengemeinde das Gemeindehaus in der Hubertusstraße nicht erhalten kann, gab es fast eine Schockstarre – aber schließlich die Idee eines Anbaus an die Kirche. Skeptiker waren reichlich vorhanden – und sind es immer noch – doch es gab auch die Mutigen, die sich schließlich mit der Idee eines Neubaus durchsetzten und an das Werk wagten.
Entstehen soll ein Gemeinde-, Begegnungs- und Kulturzentrum, das Raum bietet für Konzerte, Gesprächskreise, Familienaktivitäten und und und ... 

Beim Richtfest – d.h. eigentlich war es ein DECKENFEST, weil es keinen Dachstuhl gibt – freute sich Bürgermeister Thomas Balcerowski, dass nun ein über 100 Jahre alter Plan Wirklichkeit wird: Damals sollte schon einmal ein Kulturzentrum errichtet werden, aber die Widerstände waren zu groß.

Nach der Begrüßung durch die Vertreterin des Kirchenkreises, Pastorin Ursula Meckel, gab Thomas Thiede vom Gemeindekirchenrat einige Erläuterungen. Vor allem jedoch wurde DANKE gesagt – an alle Ehrenamtlichen, die sich einsetzten – an alle Geldgeber, denn ohne finanzielle Mittel ist so ein Vorhaben nicht zu stemmen. Dazu brauchte es ein Konzept, Phantasie und Optimismus.

Der größte Teil der benötigten Gelder kam vom Leader-Programm, aus EU-Mitteln, dazu von der Landeskirche, dem Kirchenkreis, Einzelspendern und vielleicht kommt auch noch etwas von der Stadt. Was hier entsteht soll ja nicht ein Geheimtreffort für Fromme sein, sondern ein wirkliches Begegnungszentrum für unterschiedliche Menschen jeden Alters.
Dank auch an alle Gewerke, die sich trotz voller Auftragsbücher gewinnen ließen, Dank an Architekten und Baubetreuer.
Dank ebenfalls an alle, die das gewagte Vorhaben mit ihren Gebeten begleitet haben und begleiten. Das ist weiterhin nötig, nicht nur, weil es zuvor nicht einkalkulierbare Kostensteigerungen gab, so dass wir auf weitere Spenden angewiesen sind.


Vor der Besichtigung des Neubaus wurde in der Kirche mit Sekt oder Saft angestoßen und man konnte sich stärken - großer Extradank an Jona Randel, die ein köstliches Büfett vorbereitet hatte.

Neben dem Dank für alles bisher Erreichte und Geleistete gehörte die Bitte um den Segen unseres Gottes für die Zukunft des Gebäudes und für die Menschen, die sich darin treffen werden dazu:

„Herr, segne unsere Hände, dass sie behutsam seien,
dass sie halten können, ohne zu Fesseln zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohnt die Kraft, zu trösten und zu segnen.

Herr, segne unsere Augen, dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie das Unscheinbare nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen durch das Vordergründige,
dass andere sich wohlfühlen können unter unseren Blicken.

Herr, segne unsere Ohren, dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen.
dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not, dass sie verschlossen seien für Lärm und Geschwätz, dass sie das Unbequeme nicht überhören.

Herr, segne unsere Münder, dass sie dich bezeugen,
dass nichts von ihnen ausgehe, was verletzt und zerstört,
dass sie heilende Worte sprechen, dass sie Anvertrautes bewahren.

Herr, segne unsere Herzen, dass sie Wohnstatt seien deinem Geist,
dass sie Wärme schenken und bergen können,
dass sie reich seien an Verzeihung, dass sie Leid und Freude teilen können.


Herr, segne dieses Haus, dass es offen sei für alle Menschen guten Willens,
dass wir einander zuhören und unterschiedliche Meinungen ertragen,
dass wir voneinander lernen und miteinander feiern können,
dass wir spüren können, wie Himmel und Erde sich berühren.
Amen“

Ursula Meckel

Fotos: Jürgen Meusel



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