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Wir  laden Sie ein in unsere Gemeinden in Thale, Bad Suderode, Friedrichsbrunn und Warnstedt.  Wir treffen uns hier regelmäßig, um Gottesdienste zu feiern, zu musizieren, zu diskutieren und zu spielen. In unseren Kirchen findet unser Glauben ein Zuhause, unser Herz eine Gemeinschaft und unsere Hände Kraft für das, was vor uns liegt.

"Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht."

Psalm 36:10


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Zur Jahreslosung 2022 (Johannes 6,37): „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen."

Gastfreundschaft im Nahen Osten: Der Tisch biegt sich unter dem Gewicht des Essens. Die Platten sind belegt mit gefüllten Weinblättern, bunt gefärbtem Gemüse, kleinen Gebäckstücken und Hummus. Immer wieder wird Fladenbrot herumgereicht. Schon zu Beginn gab es Tee, jetzt wird Kaffee mit Kardamomgeschmack serviert. Das Lachen der Gespräche klingt durch den Raum, von betretenem Schweigen keine Spur. Ob es so wohl auch mal im Himmel zugehen wird, wenn die Menschen mit Gott an einem Tisch sitzen werden? Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Eben haben die Menschen so einen Vorgeschmack bekommen. Der Evangelist, genannt Johannes, berichtete von einer wunderbaren, zugleich auch wundersamen Mahlgemeinschaft. Fünf Brote und zwei Fische haben ausgereicht, dass alle satt wurden. Noch am nächsten Tag kamen einige zurück, um Gott zu danken – gut möglich, dass sich der eine oder die andere fragte, ob das alles wahr gewesen sein kann. Sie sind so angezogen von diesem Wanderprediger namens Jesus, dass sie sich auf den Weg machen und bis ans andere Ufer des Sees fahren, um ihn erneut zu sehen. Und Jesus lässt sich von ihnen finden. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Jesus zieht eine bunte Schar an Menschen an. Von vielen sind die Namen verlorengegangen, aber sie tauchen als gesellschaftliche Außenseiter regelmäßig in den Evangelien als Jesu Tischgenossen auf. Manche aus dieser bunten Menschenschar stechen hervor, sind zum Teil mit Namen bekannt: Petrus besaß eine beeindruckende Selbstsicherheit („Und wenn ich mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen.“) und schoss in seinem Eifer manchmal übers Ziel hinaus. Die Frau am Jakobsbrunnen hatte bereits fünf Ehen hinter sich. Johannes behauptete von sich selbst, Jesu Lieblingsjünger zu sein. Zachäus war wohl auf nicht ganz legalem Weg zu Wohlstand gekommen, was Jesus jedoch nicht davon abhielt, dennoch mit ihm zu essen. Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Auf der einen Seite die Erzählungen von Jesu offenen Armen und den Menschen, die es zu ihm zieht – samt ihrer manchmal verschlungenen Lebenswege. Auf der anderen Seite können viele Menschen ziemlich genau sagen, wer ihrer Meinung nach nicht zu Jesus dazugehört. Oft hängt es von den eigenen Einstellungen, Erfahrungen und Vorstellungen vom „richtigen“ Leben ab. Je mehr jemand davon abweicht, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass er oder sie nicht dazugehört. Wohl gemerkt nach menschlichen Maßstäben. Ehe man sich versieht, stellt man anderen Menschen auf dem Weg zu Jesus Hindernisse hin. Es gibt eine Kluft. Ob da die Jahreslosung aus dem Johannesevangelium eine notwendige Brücke sein kann? Jesus sagt: Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.

Zu Jesus kommen, das ist schwerer als es klingt. Denn es bedeutet, sich in Bewegung zu setzen. Aus kreisenden Gedanken ausbrechen. Die eigene Sehnsucht nach Mehr wahrnehmen. Sich eingestehen, dass man an eigene Grenzen gelangt ist. Vorbehalte hinter sich lassen. Aber: Gleichzeitig ist es leichter als gedacht. Denn es beginnt in kleinen Schritten. Den Namen Jesu aussprechen und in das eine Wort alle Wünsche und Hoffnungen legen. Ein Stoßgebet zum Himmel schicken. Sich beim Abendmahl überraschen lassen. Die verstaubte Bibel aus dem Regal ziehen und an manchen Sätzen hängen bleiben. Und dann erleben, wie das ist: In Jesu offene Arme laufen. Denn wer zu ihm kommt, den weist er nicht ab.

Ihre Pfarrerin Saskia Lieske


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