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Wir  laden Sie ein in unsere Gemeinden in Thale, Bad Suderode, Friedrichsbrunn und Warnstedt.  Wir treffen uns hier regelmäßig, um Gottesdienste zu feiern, zu musizieren, zu diskutieren und zu spielen. In unseren Kirchen findet unser Glauben ein Zuhause, unser Herz eine Gemeinschaft und unsere Hände Kraft für das, was vor uns liegt.

"Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte sehen wir das Licht."

Psalm 36:10


Nach wie vor feiern wir sonntags unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln Gottesdienst. Bitte informieren Sie sich bei den Veranstaltungen über die Orte und Uhrzeiten.

Zur Jahreslosung 2021 (Lukas 6, 36): „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist."

Da liegt ein Mensch im Dreck, Staub hat sich mit dem Blut seiner Wunden vermischt. Wie viele schon achtlos vorbeigegangen sind, weiß er nicht. Den Letzten sieht er noch weiter unten auf der Straße. Was soll er machen? Der Samariter überlegt, allerdings nur kurz. Denn ganz stark spürt er in seiner Brust, wie er mit dem verprügelten Menschen vor seinen Füßen mitleidet. Er versorgt notdürftig die Wunden und bringt ihn in das nächstgelegene Gasthaus. Ob er auf seiner Rückreise nochmal vorbeigeschaut hat? Das Evangelium schweigt dazu. Diese eine Begegnung ist bereits eindrücklich genug und so wurde dieser Reisende zwischen Jerusalem und Jericho als barmherziger Samariter bekannt. Er prägt bis heute die Vorstellung davon, was es heißt, barmherzig zu sein.

Barmherzig sein. Oder: Mitfühlen. Sich in die Situation einer anderen Person hineinversetzen. Fehler verzeihen können – die anderen genauso wie die eigenen. Anteil an Freud und Leid nehmen. Den Partner annehmen. Den ersten Schritt machen. Keinen Lohn erwarten. Die Bedürfnisse der anderen hinter die eigenen stellen – wenigstens für eine kleine Weile. Gnädig sein. Barmherzigkeit lässt sich nicht auf einen Begriff bringen, sondern begegnet in verschiedenen Formen. Aus unserer Alltagssprache ist Barmherzigkeit beinahe verschwunden, aber die Sehnsucht nach ihr ist immer noch wach.

Ich stelle mir vor, dass die Versuchung bei dem reisenden Samariter im Lukasevangelium (Kapitel 10, Verse 25-36) groß war, einfach weiterzugehen. Es wäre kaum aufgefallen. Reisende vor ihm haben es getan, Reisende nach ihm würden es tun. Barmherzigkeit durchbricht allerdings das Erwartbare. Es ist das, was ein anderer vielleicht hofft, was man aber nicht erwarten kann. Insofern braucht Barmherzigkeit Mut – nicht nur, aber gerade auch in Gesellschaften, wo jeder sich selbst der Nächste ist und es als Stärke erachtet wird, zuallererst für die eigenen Interessen einzutreten.

Barmherzig zu sein, kostet Kraft und ist nicht selbstverständlich. Jesus ahnt das: Menschen sollen barmherzig sein, während es Gott von seinem Wesen her immer schon ist. Schon im Alten Testament wird von der Barmherzigkeit Gottes berichtet. Es ist keineswegs so, als wäre das erst ein Wesenszug Gottes, der im Neuen Testament zutage tritt. Gott ist schon immer barmherzig. Das Schicksal der Menschen lässt ihn nicht kalt. Er fühlt stattdessen mit ihnen mit

Viele haben am Anfang eines neuen Jahres Vorsätze. Das Vorhaben, abzunehmen, gehört ebenso oft dazu wie die Absicht, mehr Sport zu treiben, öfter mal bei den Eltern anzurufen oder endlich auszumisten. Wie wäre es damit, sich die Jahreslosung 2021 als Vorsatz zu nehmen und hier und da im Alltag barmherzig zu sein? Jesus traut uns das zu.

Ihre Pfarrerin Saskia Lieske


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